Lange Straße in neuem Licht


Quasi über Nacht, und ohne dass die Bürgergemeinschaft vorher davon wusste, sind Anfang Mai die Straßenlaternen in der Langen Straße modernisiert worden.
Die alten Laternen waren sehr dekorativ und verbreiteten ein angenehmes Licht. Sie sind vor drei Jahrzehnten auf Wunsch der Bürgergemeinschaft Rüppurr in dieser Bauform installiert worden, und die Rüppurrer Bevölkerung hat damals die Hälfte der Kosten beigesteuert. Die neuen Laternen haben ein kaltes Licht und sind deutlich heller. Wir haben bereits Beschwerden erhalten, dass es störend in Höfe und Fenster hineinleuchtet. Das was vorher nicht der Fall war.
Wir haben deshalb an den Oberbürgermeister geschrieben, dass wir gerne an der Suche nach einer anderen Lösung teilgenommen hätten. Wenn wir denn rechtzeitig informiert worden wären:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Anfang Mai sind die Straßenlaternen in der Langen Straße Rüppurr modernisiert worden.
Normalerweise befürworten wir jede Maßnahme zur Energieeinsparung. Im vorliegenden Fall hält unsere Zustimmung sich aber in sehr überschaubaren Grenzen.
Die alten Laternen waren sehr dekorativ und verbreiteten ein angenehmes Licht. Die neuen Laternen sind hässlich. Ihr Licht ist kalt und deutlich heller; wir haben bereits Beschwerden darüber, dass es störend in Höfe und Fenster hineinleuchtet, was vorher nicht der Fall war.
Die alten Laternen sind vor drei Jahrzehnten auf Wunsch der Bürgergemeinschaft Rüppurr in dieser Bauform installiert worden, und die Rüppurrer Bevölkerung hat damals die Hälfte der Kosten beigesteuert. Infolgedessen hätten wir es als angemessen empfunden, nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Wären wir rechtzeitig informiert worden, hätten wir auf eine andere Lösung hingewirkt. Fest installierte Leuchtmittel waren vor drei Jahrzehnten, wenn nicht völlig unbekannt, so jedenfalls eine Seltenheit. Wir hätten uns dann Gedanken darüber gemacht, ob es nicht möglich ist, einfach nur die Leuchtmittel durch modernere mit LED-Technik zu ersetzen, und die schönen alten, von uns zur Hälfte mitbezahlten Lampenköpfe weiter zu nutzen. So wie die meisten Menschen das in ihrer Wohnung machen.
Wenn die alten Laternen nicht, wie wir allerdings befürchten, in der Schrottpresse gelandet sind, würden wir uns freuen, wenn die anscheinend versäumte Denkarbeit nunmehr nachgeholt wird.
…
Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Lemmen
Vorsitzender
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