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BGR Artikel aus dem Monatsspiegel

Liebe Rüppurrerinnen und Rüppurrer,

Vor kurzem hat sich eine Benutzerin des Bücherschrankes am Ostendorfplatz bei uns gemeldet, weil einige Bücher dort einen Stempelaufdruck „Bücherschrank Rüppurr | Kostenlos – Unverkäuflich“ haben. Sie empfindet diese Art von Kontrolle als übergriffig. Womit sie Recht hat. Der Stempel widerspricht der Idee eines offenen Bücherschrankes, wie der unsere einer ist. Unser Schrank, aber nicht unsere Bücher. Die dort darf jedermann entnehmen und lesen. Und dann wieder zurückstellen, in diesen oder in einen anderen offenen Bücherschrank. Oder in den eigenen Bücherschrank stellen und aufbewahren. Oder verschenken. Sogar verkaufen, auch wenn die meisten von uns das wohl als unschön empfinden. Nur wegwerfen darf man die Bücher nicht. Denn darum geht es: Bücher am Leben zu erhalten.

Für das Oberwaldbad sieht es weiter düster aus. Zwar haben sich mittlerweile mehrere Fraktionen im Stadtrat des Themas angenommen, wie man in der „Stadt-Zeitung“ lesen konnte. Aufgrund mehrerer Anträge wurde es auf die Tagesordnung des Hauptausschusses am 6. Februar gesetzt, dort aber ohne Aussprache in den Fachausschuss überwiesen, was dann wohl der Bäderausschuss ist, der das nächste Mal am 28. Juni tagt. Um eine Schließung am 1. Juli abzuwenden, ist das zeitlich etwas arg knapp.

Am 10. April 2024, beginnend um 18:00 Uhr, findet im Evangelischen Gemeindehaus Rüppurr, Diakonissenstraße 26, unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt. Wir laden die Stadtverwaltung Karlsruhe und andere Beteiligte ein, uns über die Entwicklung am Oberwaldbad zu informieren und Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren. Hierbei ist jeder Interessierte teilnahmeberechtigt. Im allein den Mitgliedern vorbehaltenen nicht-öffentlichen Teil der Versammlung berichten wir über unsere Tätigkeit und unsere Finanzen. Bitte merken Sie sich den Termin schon jetzt vor. Die Tagesordnung wird noch veröffentlicht.

Bis dahin grüßt Sie herzlich

Friedrich Lemmen
Vorsitzender

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Liebe Rüppurrerinnen und Rüppurrer

Zum Jahresausklang haben wir die Antwort der Stadtverwaltung zum Antrag vom 6. September erhalten, den Kreisverkehr in der Tulpenstraße durch eine flache Mittelinsel mit angeschrägter Kante als solchen erkennbarer zu machen, um zu verhindern, dass manche Autofahrer ihn entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung benutzen und dabei Fußgänger und Radfahrer zu Tode zu erschrecken. So wie den Kreisverkehr Durlacher Straße / Steigenhohlstraße / Huttenkreuzstraße in Ettlingen. Laut Stadtverwaltung entsprechen die vorhandenen Markierungen in der Tulpenstraße nicht mehr den heutigen Standards. Die Mittelinsel wird deshalb mit dem Verkehrszeichen 295 ausgestattet. Das ist die durchgezogene Linie, die man bekanntlich nicht überfahren darf. Damit hebe sich die Mittelinsel optisch von den anderen Markierungen, weshalb der Kreisverkehr besser als solcher erkannt werde. Hoffen wir, dass es fruchtet. Dass wegen des Durchmessers des „Mini Kreisverkehrs“ von lediglich 18 m ausschließlich Pkw die Kreisfahrbahn befahren können, und jedes größere Fahrzeug gezwungen ist, die Fläche der Mittelinsel zu überfahren, sehen wir auch so. Genau deshalb der Vorschlag der „Ettlinger Lösung“. Die ist „unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Finanzmittel“ derzeit aber nicht vorgesehen. Es besteht also Hoffnung. Vielleicht nach der Grundsteuerreform, vielleicht „in the year 2525, if man is still alive“, wie es in einem Lied aus meiner Jugendzeit heißt.

Nicht sehr hoffnungsvoll sieht es momentan für das Oberwaldbad aus. Wir unterstützen den Bürgerverein Weiherfeld-Dammerstock in seinem Bestreben, das Bad zu erhalten, und schließen uns dessen Pressemitteilung vollinhaltlich an. Mag sein, dass Herr Sternagel, der Leiter der Karlsruher Bäderbetriebe, das Bad nicht benötigt, wie er in der Presse hat verlauten lassen. Die Schulen in Rüppurr benötigen es aber, für das Schulschwimmen; wenn die Schüler dafür zum Europabad fahren müssen, kommt das Schwimmen buchstäblich zu kurz. Und die Rheuma-Liga, wegen der Warmwassertage und des Hubbodens. Und die Eltern, die ihre Kinder möglichst frühzeitig Schwimmen lernen lassen wollen. Entsprechende Kurse (Babyschwimmen, Bambini, Seepferdchen usw.) sind nach unserer Information in Minuten ausgebucht. Das ist wichtiger als die neunte Rutsche im Europabad, von der Herr Sternagel träumt.

Neu in die Bürgergemeinschaft eingetreten sind:

  • Patricia und Matthias Menn mit Elias und Greta, Rastatter Straße 91A
  • Melis Schmid und Familie 
  • Lucile Schwörer-Merz und Roland Schwörer mit Rosa, Benjamin, Adrian und Samuel, Diakonissenstraße 6

und eine weitere Familie, die nicht genannt werden möchte.

Friedrich Lemmen
Vorsitzender

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Liebe Rüppurrerinnen und Rüppurrer,

Es war wieder Sperrmülltag. Und hinterher sah es aus … Wie es halt aussieht, wenn der Sperrmüll abgeholt wurde. Zum Fremdschämen. Jedes Mal dasselbe. Warum eigentlich? Sperrmüll ist sperrig. Wenn das Teil nicht sperrig ist, ist es kein Sperrmüll. Sperrig heißt groß und schwer. Es passt nicht in die Wertstoff- oder Restmülltonne, nicht in den Altglas-, und auch nicht in den Altkleidercontainer. Bis hierher eigentlich ganz einfach. Und trotzdem findet man jedes Mal nach der Abholung einen Haufen Zeugs, der schlicht und ergreifend kein Sperrmüll ist und deshalb von der Müllabfuhr nicht mitgenommen wird. Was diese seit Jahren immer wieder mitteilt. Allmählich müsste es auch der Letzte begriffen haben.

Anderntags sah es schon wieder recht manierlich aus. Da hat dann jemand sauber gemacht. Sicher nicht die Leute, die den Kruscht rausgestellt haben. Sondern „pflicht“bewusste Menschen aus der Nachbarschaft. Pflicht habe ich in Anführungszeichen gesetzt, weil es nicht deren Pflicht ist. Und diesen Menschen, die tun, wozu sie nicht verpflichtet sind, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.

Es gibt auch Sachen, die sperrig sind und trotzdem nicht in den Sperrmüll gehören. Kühlschränke beispielsweise, oder andere Elektrogeräte. Das gehört zurück zum Händler, oder zur Sammelstelle. Wer das neue Gerät heimbringen kann, kann auch das alte wegbringen. Und wer sich das neue liefern lässt: Der Lieferant muss das alte mitnehmen. Ist so gesetzlich geregelt.

Am 28. November war der Energieleitplan für die Stadt Karlsruhe Thema im Gemeinderat. Im Vorfeld haben zwei Fraktionen bemängelt, dass nur Fern- und Nahwärmenetze einerseits bzw. Wärmepumpen andererseits in der Planung enthalten seien, und nach dem von Erdgas durch Wasserstoffgas gefragt. In der Tat, da war doch was, dessen Fehlen in der Vorstellung durch die Stadtverwaltung gar nicht aufgefallen ist, von der ich im letzten Heft berichtet habe. Das Gasnetz, durch das derzeit Industrie, Handwerk und Haushalte mit Erdgas versorgt werden. Sein Wert beläuft sich auf zig Milliarden, und Berichten zufolge kann es bereits zu 96 % für den Transport von Wasserstoffgas genutzt werden. Dass die Energieversorgungsunternehmen, einschließlich der Stadtwerke Karlsruhe, dieses Netz ohne Not abschreiben wollen, ist schwer vorstellbar. Natürlich braucht es für die Herstellung von Wasserstoffgas gewaltige Mengen Strom. Für den Betrieb von Wärmepumpen, als Ersatz von Gasheizungen, aber auch. Die Frage, wie wir in Zukunft heizen, bleibt spannend.

Am 30. November die Hiobsbotschaft in den BNN: Der PSK als Trägerverein kann den weiteren Betrieb des Oberwaldbades nicht finanzieren. Für das kommende Jahr fehlen 100.000 €. Das Bäderamt hat bereits abgewinkt, weil es diesen Betrag nicht in seinem Etat hat, und der Haushalt gerade beschlossen worden ist. Die Schließung wäre ein echter Schlag. Im Oberwaldbad findet nicht nur das Schulschwimmen der südlichen Stadtteile statt, sondern auch vielfältige Krankenbehandlung, zum Beispiel der Rheuma-Liga.

Neu in die Bürgergemeinschaft eingetreten sind:

Astrid und Boris Bauer mit Jonathan, Valentin und Justus, Heinrich-Heine-Ring 123, 76199 Karlsruhe.

Ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr wünscht Ihnen im Namen des ganzen Vorstandes Ihr 

Friedrich Lemmen
Vorsitzender