Kleinere Fußballtore

„Mit großer Freude haben wir Anwohnerinnen und Anwohner die Neugestaltung des Spielplatzes an der Marxzeller Straße wahrgenommen. Es ist schön zu sehen, dass die Stadt Karlsruhe in die Freizeitinfrastruktur für Kinder und Jugendliche investiert, und wir möchten Ihnen und Ihrem Team ausdrücklich dafür danken.“ So das positive Feedback einer Anwohnerin an die Stadtverwaltung.
Die Verwaltung wurde gleichzeitig gefragt, warum denn die aufgestellten Fußballtore und der Platz deutlich zu klein dimensioniert wurden.
Zitat: „Für ältere Kinder und Jugendliche, die den Spielplatz regelmäßig nutzen, macht das Fußballspielen damit leider nur wenig Freude, da die Tore nicht den üblichen Maßen entsprechen und ein sinnvolles Spiel kaum möglich ist.
Wir möchten in diesem Zusammenhang auch auf einen gesellschaftlich wichtigen Aspekt hinweisen: Bisher war es auf diesem Spielplatz selbstverständlich, dass Kinder verschiedener Altersgruppen gemeinsam Fußball gespielt haben – ja, sogar ganze Familien haben sich hier getroffen und zusammen gekickt. Dieses generationsübergreifende Miteinander sollte unserer Ansicht nach unbedingt erhalten und gefördert werden.
Gerade in Zeiten, in denen ältere Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Freizeit vor Bildschirmen in sozialen Netzwerken verbringen, ist es umso wichtiger, attraktive Anreize zu schaffen, die sie nach draußen locken. Ein Spielplatz mit angemessen großen Toren könnte genau das leisten: Er würde nicht nur Kleinkinder ansprechen, sondern auch Zehnjährige, Teenager und deren Eltern – und damit echte Begegnungsräume im Freien schaffen…
Wir sind überzeugt, dass eine solche Anpassung die Nutzung des Spielplatzes erheblich steigern und zur Zufriedenheit aller Altersgruppen beitragen würde. Aktuell ist das Angebot für ältere Kinder und Jugendliche auf dem Platz im Wesentlichen auf die Tischtennisplatte begrenzt.“

Die ehrliche Antwort des Gartenbauamtes räumt einen Fehler bei der Bestellung ein. Sowas ist blöd, sollte nicht geschehen, aber wir sind alle nur Menschen und Fehler passieren nun mal:
Zu Ihrem Hinweis bezüglich der Fußballtore müssen wir Ihnen leider eingestehen, dass es bei der Bestellung leider zu einem Missverständnis gekommen ist. Letztlich wurden kleineren Tore angegeben, sodass nun diese Ausführung geliefert und eingebaut wurde.
Uns ist bewusst, dass die Tore eigentlich für kleinere Kinder gedacht sind und für ältere Kinder und Jugendliche nur eingeschränkt geeignet erscheinen. Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass das Kicken auf der Fläche weiterhin möglich ist und aus unserer Sicht keine erhebliche Einschränkung in der Nutzung besteht.
Ein Austausch der Tore ist zudem mit erheblichen Kosten verbunden. Die Kosten inklusive Einbau liegen bei rund 14.000 Euro, sodass ein kurzfristiger direkter Tausch aus finanziellen Gründen derzeit leider nicht realistisch ist.
Wir bitten daher zunächst darum, die Fläche in der jetzigen Form zu nutzen und die Rückmeldungen aus der Praxis abzuwarten. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt an anderer Stelle in Karlsruhe ein Bedarf an kleineren Toren ergeben, wäre es denkbar, diese dort einzusetzen und im Gegenzug für ein anderes Vorhaben größere Tore zu beschaffen. Eine zeitnahe Umsetzung ist jedoch derzeit nicht in Sicht.
Wir bedauern, dass wir Ihrem Wunsch nach einem kurzfristigen Austausch der Tore derzeit nicht nachkommen können und hoffen auf Ihre Nachsicht.
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation
Prozess-/ Projektmanagement
Stadt Karlsruhe
Gartenbauamt
Da im Zusammenhang mit den neuen Toren auch die Größe des Spielfeldes verkleinert wurde, ändern sich die Nutzungsoptionen leider durchaus erheblich. Mit einer zeitnahen Korrektur ist nicht zu rechnen, hoffentlich findet der ansonsten schön gestaltete Spielplatz trotzdem noch genügend Zustimmung bei allen Altersklassen.
Update vom 29.6.2026: Das Zitat der Anwohnerin wurde erweitern und die Schlussfolgerung korrigiert. Es war vorher nicht ersichtlich, dass die Größe des Platzes ebenfalls verkleinert wurde.
Alle unsere Beiträge erscheinen auch auf Mastodon. Dort besteht die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen und über Rüppurrer Themen gemeinsam zu diskutieren.
Mastodon ist ein dezentrales, open-source-soziales Netzwerk als datenschutzfreundliche Twitter(X)-Alternative mit föderierten Servern im Fediverse. Nutzer posten „Toots“ in chronologischen Timelines ohne Algorithmen.
