Bebauung „Festplatz“/Parkplatz zwischen Polizeiposten und Freibad

Datum der letzten Änderung:

Hintergrund:

Die Fläche zwischen dem Polizeiposten und dem Freibad Rüppurr wird momentan als Parkplatz genutzt. Sie wird als „Festplatz“ bezeichnet, auch wenn dort – abgesehen von gelegentlichen „Hähnchenfesten“ – keine Aktivitäten stattfinden. Parkraumzählungen im Sommer 2022 lassen den Schluss zu, dass die Fläche nicht als Parkplatz erforderlich ist. Direkt neben dem Freibad stehen ca. 125 Parkplätze zur Verfügung.

Zwischenzeitlich war 2012 überlegt worden, hier einen Wohnmobil-Stellplatz einzurichten, wofür die Fläche aber viel zu schade wäre. Aktuell ist geplant, auf diesem Grundstück (das im Eigentum der Stadt Karlsruhe ist), neue Nutzungen im Rahmen eines Bebauungsplans zu realisieren. Angedacht ist Einzelhandel (Nahversorgung bis 800 qm), soziale Nutzungen und Wohnen. Ein größeres Alten-/Pflegeheim wird wohl eher auf dem gegenüberliegenden Grundstück der bisherigen Allemannia-Sportplätze realisiert werden.

Städtebauliche Studie

Das favorisierte städtebauliche Konzept für den Festplatz sieht eine Mittelachse in Form eines Angers vor, der im Süden vor dem Roten Haus einen Platz ausbildet. Begrenzt wird der Anger im Westen von einem drei- bis viergeschossigen Gebäuderiegel, an dessen Enden sich Querbauten anschließen. Da es zu diesem Zeitpunkt konkrete Planungen für einen Nahversorger im Süden des Roten Hauses gab, wurde auf dem Festplatz eine Baustruktur entwickelt, in der neben Wohnen ein Drogeriemarkt, eine Kita sowie betreutes Seniorenwohnen untergebracht werden können. Das städtebauliche Konzept zeichnet sich dadurch aus, dass der alte Baumbestand weitgehend erhalten und das denkmalgeschützte Rote Haus gut sichtbar bleibt.

Die weitere Realisierung liegt momentan auf Eis, weil die Stadt geltend macht, zu wenig Personal für die Bauplanung zu haben.

Unterlagen

Planungsinformationen der Stadt Karlsruhe


Update des Stadtplanungsamts vom März 2025

Der Sachstand zum Festplatz und ein Vorschlag für das weitere Vorgehen wurde zuletzt im Planungsausschuss 14.09.2023 behandelt – Informationsvorlage (2023/0483). Wie in der Vorlage dargestellt, soll für den Festplatz ein Angebotsbebauungsplan mit viel Spielraum erlassen werden. Das Bebauungsplanverfahren ist noch nicht aktiv in Bearbeitung, auf der Prioritätenliste der Verfahren aber mit gewünschtem zeitnahem Start vermerkt.

Einzelne noch offene Rahmenbedingungen werden zwischenzeitlich weiter geprüft bzw. befinden sich in weiterer Klärung.

Unter anderem steht das StplA im Kontakt zum Landesamt für Denkmalpflege (LAD/RP-Stuttgart), zur Klärung, ob und zu welchem Zeitpunkt frühzeitige Voruntersuchungen erforderlich und sinnvoll sind und welche Konsequenzen archäologische Befunde auf eine künftige Bebauung haben könnten. Hier besteht nach Abstimmung derzeit kein dringender Handlungsbedarf.

Darüber hinaus befindet sich das StplA in Abstimmung mit der AVG, ab wann eine Neuerung der Gleichrichterstation angedacht wird und ob über eine Verlagerung der Station nachgedacht werden kann.


Stellungnahme der BGR

Die Bürgergemeinschaft Rüppurr fordert, diese Planung endlich wieder aufzugreifen und zusammen mit dem Gebiet der Alemannia-Sportflächen beherzt zu entwickeln. Wenn die Stadt geltend macht, dass andere Vorhaben Priorität haben, sollte transparent gemacht werden, wie die Prioritätensetzung aussieht, sonst kann das nicht bewertet werden. Außerdem ist absolut nicht nachvollziehbar, was die Bebauung dieses Areals derart planungsaufwändig machen soll. Die Fläche ist bereits weitgehend versiegelt, der Baumbestand soll auch bei einer Bebauung erhalten bleiben, aus der Bevölkerung hat uns keine Kritik zu einer Bebauung erreicht. Wir fordern daher die Stadt auch auf, darzulegen, welche bundes- und landesrechtlichen Vorschriften im Rahmen der gemeinsamen Anstrengungen zum Bürokratieabbau geändert werden müssten, damit hier pragmatischer, schneller und weniger personalintensiv geplant werden kann.

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